Die Nachhaltigkeitsreporter der Klasse 6a berichten…

Schülerinnen und Schüler der 6.Jahrgangsstufe des Maria Theresia Gymnasiums aus München beschäftigten sich in diesem Projekt im Rahmen ihrer Klassenfahrt mit nachhaltigen Themen und machten sich auf dem Gelände des Naturschutz- und Jugendzentrums Wartaweil des Bund Naturschutz Bayern e.V. auf Spurensuche.

Zudem befassten sie sich mit einigen wichtigen Fragen, deren Antworten hier zusammenfassend aus allen fünf Parallelklassen aufgeführt zu sehen sind:

Was bedeutet Nachhaltigkeit?

  • Etwas zu tun, was nicht nur gut für den Moment ist, sondern wovon auch nachfolgende Generationen etwas haben.
  • Umgekehrt bekommen wir in der heutigen Zeit nachhaltig zu spüren, auf was unsere Eltern und Großeltern nicht aufgepasst haben.
  • Macht es dann noch Sinn, dass wir auf unsere Umwelt acht geben? Was können wir bewirken?

Die beiden letzten Fragen kamen berechtigter Weise. Wir werden heutzutage überschwemmt mit Hiobsbotschaften und Untergangszenarien. Hier gilt es aber nicht den Mut zu verlieren, sondern sich selber als jemanden zu sehen, der auch im Kleinen etwas bewirken und neu gestalten kann.

Was bedeutet Artenschutz?

  • Bestimmte Arten stehen auf einer roten Liste, damit sie geschützt werden, da sie vom Aussterben bedroht sind.
  • Die bedrohten Arten dürfen nicht mehr getötet bzw. gepflügt werden.
  • Artenschutz ist wichtig, damit bestimmte Arten von Tieren und Pflanzen nicht aussterben.

Warum ist es wichtig, dass unsere Artenvielfalt (Biodiversität) erhalten bleibt?

  • Damit der Nahrungskreislauf nicht unterbrochen wird und nicht zusammenbricht.
  • Wenn eine Art ausstirbt, leiden auch andere Arten darunter (Nahrungskette).
  • Sonst ist es zu einseitig. Es gibt dann keine Vielfalt in der Nahrungskette.
  • Es kommt zu einem Ungleichgewicht im Ökosystem, eine Art nimmt in ihrer Population zu, da die natürlichen Feinde fehlen und zerstört eine andere Art, z.B. Rehe haben in einigen Gebieten keine natürlichen Feinde mehr, da es kaum mehr Wölfe gibt (diese wurden von uns Menschen augerottet). Ist die Population der Rehe in manchen Gebieten zu hoch, leiden die Wälder darunter, da Rehe die Rinde der Bäume anfressen. Sterben die Wälder aus, so ist unsere Sauerstoffversorgung gefährdet. Deshalb müssen in manchen Gebieten Rehe gejagt werden (der Mensch muss hier etwas ausgleichen, das er selber verursacht hat).

Welchen Beitrag können wir im Alltag leisten?

  • Versuchen Verpackungen und Plastik einzusparen
  • Plastik wieder verwerten
  • Beim Einkaufen eigene Tüten mitbringen
  • Reparieren statt Wegwerfen
  • Nicht mit dem Auto fahren
  • Weniger Abgas erzeugen
  • Recycling, damit der Rohstoffverbrauch nicht so hoch ist (Altglas, Kunststoff, Papier, Wertstoffhof)
  • Es gibt Läden, die keine Verpackungen anbieten
  • Keine Produkte mit Palmöl kaufen. Und Warum? Hier findet ihr eine Antwort darauf!

Auf was können wir achten, wenn wir uns in der Natur aufhalten?

  • In der Natur keinen Müll hinterlassen, ihn wieder mitnehmen, auch wenn er von jemand anderen stammt
  • Keine Pflanzen ausreißen
  • Keine Tiere töten
  • Keine Baue zerstören
  • Nicht so laut sein, damit die Tiere nicht gestört werden
  • Vorsicht mit offenen Feuer
  • Fahrrad fahren
  • Die Natur in Ruhe lassen
  • Neue Bäume pflanzen

Und warum auf Spurensuche? Vor allem auch auf Spuren von Menschen? Wer sich anfängt bewusst zu werden, welche Auswirkungen unsere Spuren auf die Natur und somit auch auf uns hat, kann anfangen anders zu handeln und mit zu helfen, dass unsere Artenvielfalt erhalten bleibt. Müll braucht z.T. sehr lang bis es abgebaut ist. Plastik besteht aus Erdöl und benötigt 100-1000 Jahre bis es abgebaut ist. Glas besteht zwar überwiegend aus Sand und ist somit nicht schädlich, benötigt aber bis zu 4000 Jahre bis es abgebaut ist und stellt zu Anfang, wenn die Scherben noch nicht von den Witterungen abgeschliffen sind,  eine Verletzungsgefahr für die Tiere dar. Im Vergleich dazu benötigt ein Apfelbutzen wenige Monate, falls dieser nicht vorher schon von Tieren gefressen wird. Zudem sorgt organischer Abfall (pflanzliche Spur) für einen guten Boden, während eine Plastikflasche (menschliche Spur) zwar ganz ursprünglich aus der Natur kommt, vom Menschen aber so stark verändert wurde, dass diese nur negative Auswirkungen auf alle Lebewesen hat.

Einige Spuren, die die Klassen auf dem Gelände fanden, sind hier zusammenfassend aufgeführt:

Menschenspuren: Fußabdrücke, abgeholzte Bäume, Mauer, Weg, Schnellstrasse, Mülltonne, Aquarium, Stuhl, Tisch, Autos, Häuser, Schild, Zigarette, Schaukel, Müll, Wege, abgeholztes Holz, Kohle an Feuerstelle, Wassermelonenschale, Bonbonpapier, Laminiertes Papier am Baum, Steckdose, Parkplatz mit Autos, Steg mit Wasser, Rohr, Tablettenpackung im Wasser, vergessenes Handtuch, Flip Flop, Draht, Flasche, Gulli, Taschentuch, Nagel im Baum, Kaugummi

Tierspuren: Angefressene Blätter, Fische, Spinnennetz, Kot, Mückenstich, Federn, Wohnsitz (Höhlen und Nester), Eier, Muscheln, Schleim, Maulwurfshügel, Borkenkäferspur, abgenagter Zapfen, „big bird“ Fußabdruck, Loch im Baum, Schneckenhaus, Pfotenabdrücke, Libellenflügel, Zitronenfalter beim Trinken von Blumennektar, Holzwurmlöcher im Baum, Schmetterling

Pflanzenspuren: Abgefallene Nadeln, Blätter am Boden, Äste, Moos, Nasenzwicker (Ahornfrüchte), Zapfen, Ahornblätter, abgefallene Früchte, Bucheckerschale, Rinde, Löwenzahn, Buchenblätter, Fichtenzapfen, Flussstein aus Holz (Baumteile), Frucht mit Hülse, Früchte der Lampionblume,

Hier sind die Fotodokumentationen der Spurensammler zu sehen und einige Interviews zu nachhaltigen Themen der Reportergruppen zu hören:

Grashalm:

Interview über die Auswirkungen unserer modernen Zeit auf das Leben der Tiere in den Wäldern:

 

AKA = Arbeitskreis Ammersee:

Die Nachhaltigkeitsreporter im Interview über Artenvielfalt und was jeder einzelne dazu beitragen kann, sie zu erhalten:

 

Fishing impossible:

 

Zebras:

Ein Interview über die Spinne:

Steckbrief einer Spinne:
Spinnennetz aus vielen dünnen Fäden, hat 8 Beine, frisst Insekten, baut Netze,
Feinde: Amphibien, Reptilien, Vögel, Insekten, Igel
Fortpflanzung: Zur Paarung im Spätsommer nähert sich das kleinere Männchen, das Weibchen stimmt durch Netzvibration Paarungsfähigkeit an, danach verlässt das Männchen das Weibchen, um nicht aufgefressen zu werden, das Weibchen legt im Herbst mehrere 100 Eier, die Jungspinnen schlüpfen im Frühjahr.

 

Madig und Madiger

 

Pink fluffy Unicorns:

 

BIO-Cookies:

Nachhaltigkeitsreporter im Interview:

 

Canadier:

 

Greenmuffins:

Interview zum Umweltschutz am Ammersee:

 

Die Erdmännchen:

Die Nachhaltigkeitsreporter im Interview:

 

 

 

 

Quellen:

http://www.mtg.musin.de/cms3/

http://www.klettersteig.org/informationen/abfall-rubbish/

https://www.bfn.de/0322_rote_liste.html

https://www.abenteuer-regenwald.de/bedrohungen/palmoel

https://klasse-klima.de/wp-content/uploads/Modul-7-Konsum.pdf 
(Verrottungszeiten auf S.33)

Weitere Quellen findest Du im Quellenverzeichnis auf dieser Webseite.

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